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Verena Lercher
Verena Lercher
Verena Lercher

Verena Lercher im Gespräch über ihre Rolle Nora in Zusammenarbeit mit Bram Jansen


Was interessiert Sie an der Figur?

Es ist eben genau diese Frage, die mich vielmehr beschäftigt, als die Figur selbst, denn die Rolle, wie Sie der Autor ursprünglich angelegt hat, ist in ihrer Zeit brisant, im Verlauf der Zeit seit dem, eher banal geworden. Das liegt nicht an der Rolle, sondern an der Figur, die sie aufgrund der heutigen Zuschreibungen an diese Person abgibt. Ich kann und darf die Nora nicht darstellen, ich muss sie befragen. Und nur die möglichen Fragen ergeben eine Konstellation von gegenwärtigen Sichtweisen auf die Rolle, die wir dann – und erst dann – als Figur im Jetzt wahrnehmen können.

Was interessiert Sie am Stück besonders?

Das systematische am Systembruch.
Sobald ich mit dem einen breche, befinde ich mich direkt in einem anderen. Sich aus dem einen befreien, bedeutet schicksalhafte Verstrickungen in einem weiteren System.

Man könnte auch über die tragische Beschränktheit von Moral nachdenken.